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Autor: Hannes

Panorama-Rundtour am und über den Fernpass

Nathalie hatte uns eine aussichtsreiche Tour von Lermoos über den Weißensee und den Blindesee zum Fernpass mit Rast am Firnsteinsee versprochen … und gehalten.

Zu fünft starteten wir vom Parkplatz und konnten hier schon nicht die Augen vom Wettersteinmassiv abwenden. Perfektes Wetter, eine nette Gruppe und wenig Menschen, die diese Bedingungen ebenfalls zu schätzen wissen, war schon fast eine Garantie für eine tolle Tour.
Die Anfahrt bis zum Weißensee nutzen wir zum Aufwärmen und Einrichten auf dem Bike, denn anschließend nahmen wir die Via Claudia als Altenative zur Fernpassstraße bergauf in Angriff. Auf dem Weg bewunderten wir rechter Hand den Blindsee von oben und vor der ersten längeren Abfahrt den Ausblick am bekannten Strommasten in das vor uns liegende Tegestal. Nun folgten wir Hannibals Spuren bergab in Richtung Nassereith, zählten die Autos unter uns von dem Verbindungsbalkon, der wie angeklebt am Felsen scheint und durchfuhren kurz vor unserem ersten Ziel den Hof des Schloss’ Fernstein. Die Pause am Fernsteinsee fiel lang aus, es war ja auch wunderschön. Jeder packte seine Brotzeit aus, genoss trotz des Verkehrs über uns auf der Straße die Ruhe und wurden von vier Tauchern überrascht, die plötzlich vor uns aus dem See stiegen.
Nathalie lockte uns mit dem Versprechen auf leckeren Kaffee und Kuchen wieder auf die Fahrräder. Die Auffahrt auf dem gleichen Weg verlief trotz der Höhenmeter sehr entspannt. Vielleicht lag das ja auch an den vielen Fotos die wir währenddessen schossen 😀 Auf der Abfahrt bogen wir noch zum Blindsee ab und waren auch hier von dem niedrigen Wasserstand erstaunt. Mehrere Wurzeln und eine kurze Schiebepassage weiter, konnten wir es schon fast wieder bis Lermoos ausrollen lassen. Und unser Guide hatte nicht zuviel versprochen. Allerdings konnte ich mich persönlich nicht entscheiden, was beeindruckender war. Die wuchtige Zugspitze direkt vor uns, oder doch der phänomenale Kuchen. Vielen Dank 😎 Hannes

DAV KlOykraxler und Jugend besuchen die Luftrettung RK-2 in Reutte

Am Samstag, den 14.03.2026 machten sich die Kloykraxler, die Familiengruppe der DAV-Sektion Oy/Allgäu, auf zum Bezirkskrankenhaus Reutte um sich de Notarzthubschrauber H145 der ARA Flugrettung anzuschauen.

Auf einer Plattform in der Halle standen der riesige Rettungshubschrauber und daneben ein kleiner orangener Traktor. Das Team der Flugrettung zeigte uns die spannende technische und medizinische Ausrüstung und beantwortete die Fragen der Kinder und Erwachsenen. Themen wie Nachtflug, die Kuscheltier-Eule, englische Begriffe und Abkürzungen (HEMS TC), andere Flugobjekte, Preis des Hubschraubers (10Mio.€) und vieles mehr wurden behandelt.

Wir durften mit der Seilwinde in die Höhe fahren, und den Fingerklipser zur Messung von Puls und Sauerstoffsättigung bei uns anschließen. Das 4 köpfige Rettungsteam bestand an diesem Tag aus Piloten, Windenführer, Rettungsassistent und Notärztin.

Zum Schluss gab es ein sehr plötzliches Ende, denn es kam ein Notruf rein! Nun konnten wir zusehen, wie sich das Team in aller Ruhe für den Einsatz fertig machte und der Pilot mit dem Traktor die Plattform samt Hubschrauber zum Startplatz zog. Der Hubschrauber startete und machte sehr viel Wind, und hätte uns beinahe die Gummibärchen aus der Hand geweht.

Vielen Dank an das Flugrettungsteam RK-2, dass ihr uns den Rettungshubschrauber und eure Einsatzbasis so genau gezeigt habt. Auch danke an die Initiatoren für den tollen Ausflug nach Reutte.

Bericht: Johanna Distefano

Ein Hüttenwochenende auf der Jamtalhütte


Am Freitag den 17. Juli trafen wir uns zu acht, um gemeinsam zur Jamtalhütte aufzubrechen. Die
Wettervorhersage ließ uns bis zuletzt rätseln, was das Wochenende wohl bereithalten würde.
Deshalb packten wir kurzerhand alles ein – von der Hochtourenausrüstung über das
Klettersteigset bis hin zur Sportkletterausrüstung. Schließlich wollten wir für jedes Abenteuer
gerüstet sein.
Bei strahlendem Sonnenschein starteten wir an der Menta-Alm. Von Regen war zunächst nichts
zu sehen. Auf einem wunderschönen Steig führte uns der Weg gemütlich das Tal hinauf.
Neugierige Kühe, plätschernde Bäche und beeindruckende Ausblicke begleiteten uns, bis uns
auf halber Strecke doch noch der Regen einholte. Dank unserer Ausrüstung war das kein
Problem – nur die Regenschirme sorgten für einige neidische Blicke.
An der Jamtalhütte angekommen erwartete uns bereits ein warmes Abendessen. Anschließend
drehten sich die Gespräche fast nur noch um die Wetterberichte. Schließlich beschlossen wir,
früh aufzubrechen und unterwegs über unser Tourenziel zu entscheiden.
Für viele von uns war es die erste Hochtour und gleichzeitig die erste Gletscherbegehung.
Entsprechend groß waren Vorfreude, Respekt und Spannung. Ursprünglich wollten wir auf die
Hintere Jamspitze, entschieden uns wegen des wechselhaften Wetters aber für die näher
gelegene Gamsspitze. Am Gletschereinstieg legten wir die Hochtourenausrüstung an und
erhielten eine kurze Einweisung. Dann war es endlich so weit: Mit Pickel und Steigeisen betraten
wir den Gletscher. Der bläuliche Schimmer des Eises, die tiefen Gletscherspalten und die
beeindruckende Weite der Gletscherlandschaft hinterließen bei uns allen einen bleibenden
Eindruck. Als die Wolkendecke für einen Moment aufriss und die Sonne durchkam, genossen wir
diesen besonderen Augenblick in vollen Zügen.
Nach einer kurzen Kraxelei erreichten wir das Gipfelkreuz der Gamsspitze. Bei einer
wohlverdienten Brotzeit ließen wir den Blick über die Bergwelt schweifen, bevor wir uns an den
Abstieg machten. Da das Wetter wider Erwarten hielt, nutzten wir die Gelegenheit für einen
Abstecher auf den Roßkopf. Gerade noch rechtzeitig erreichten wir die Hütte, bevor der nächste
Regenschauer durchs Tal zog.
Nach einer kurzen Pause übten wir im Boulderbereich der Hütte die Spaltenbergung und ließen
den Abend bei Spielen und viel Gelächter gemütlich ausklingen.
Am Sonntag zog es uns noch einmal zum Jamtalferner. Zwar ließ das Wetter keinen weiteren
Gipfel zu, doch auch die kleine Runde auf dem Gletscher war ein gelungener Abschluss. Immer
wieder öffneten sich die Wolken und gaben den Blick ins Tal frei. Nach einer letzten Stärkung
machten wir uns an den Abstieg, den wir schließlich sogar teilweise bei Sonnenschein genießen
konnten.
Auch wenn das Wetter unsere Pläne immer wieder durcheinanderbrachte, konnte es unsere
gute Stimmung nicht trüben. Für viele von uns war es die erste Hochtour und die erste
Gletscherbegehung – ein Erlebnis, das wir sicher nicht so schnell vergessen werden. Mit vielen
neuen Eindrücken, schönen Erinnerungen und der Vorfreude auf die nächste gemeinsame Tour
machten wir uns schließlich auf den Heimweg.

Gipfelkreuzinspektion am Kleinen Wilden

Der kleine Wilde macht seinem Namen alle Ehre

Der frühe Vogel fängt den Wurm…oder in dem Fall das Geröll…weshalb, das werdet ihr gleich erfahren. Startpunkt für die Tour war um 5 Uhr morgens in Oy. Etwas müde, aber gut gelaunt und motiviert ging es Richtung Oytal, danach steil bergauf Richtung Käseralpe. Die frische Luft in den frühen Morgenstunden tat nach den heißen Sommertagen richtig gut. Auch der Aufstieg m Schatten auf einem zunächst sehr breiten Wanderweg war sehr angenehm. Der „gemütliche“ Teil fing anschließend weiter oben an, zunächst über steiles Gras, anschließend über die ersten Kraxelstellen (sehr fein) und sehr sehr viel Geröll…Das Geröll hat uns stetig bis zum Gipfel begleitet. Der kleine Wilde steilt ordentlich auf und jeder Schritt muss konzentriert und bedacht gesetzt werden. Die ersten Kletterpassagen im 3er Bereich überwanden wir flugs in zwei Seilschaften. Beim letzten abschüssigen Anstieg zum Gipfel entlang der Südwand legten Herbert und Hannes noch ein Fixseil für eine sichere Querung. Umso lohnenswerter der Gipfel, den wir für uns alleine hatten. Viele Einträge im Gipfelbuch gab es soweit auch nicht. Nach Inspektion des Gipfelkreuzes, dem Richten der Blitzableiter und einer längeren Pause mit Jause ging es über den gleichen Weg wieder zum Ausgangspunkt. Auch hier wieder mit Fixseilen, Abseilen und Runterrutschen auf allen Vieren. Wohlverdient endete die Tour mit einer Einkehr auf der Käseralpe.

Danke an die ruhige Führung von Herbert und Hannes und die tolle Gruppenstimmung inklusive Matthias und Karin 🙂.  Anu

Wandern im Bergsteigerdorf Innervillgraten

Manchmal braucht es nicht mehr als einen guten Weg, ein moderates, angenehmes Tempo und den Blick in die Weite. Im Bergsteigerdorf Innervillgraten durften wir genau das erleben: Wandertage voller beeindruckender Ausblicke, leuchtender Farben, gemeinsamer Freude und vieler kleiner Momente, für die wir einfach nur dankbar waren.

Schon unterwegs öffnete sich immer wieder der Blick auf die beeindruckende Bergwelt. Sanfte Almflächen wechselten sich mit felsigen Gipfeln ab, das Licht zauberte bunte Herbstfarben in die Landschaft und mit jedem Höhenmeter wurde der Alltag ein Stück kleiner. Weitblick, Ausblick, Fernblick – die Landschaft lud uns dazu ein, innezuhalten, tief durchzuatmen und einfach zu schauen.

Dabei ging es nicht darum, möglichst schnell am Ziel zu sein. Wir ließen uns Zeit, genossen die Wege und fanden unser gleichmäßiges, geruhsames Tempo. Mal schweigend und staunend, mal im lebhaften Gespräch.

Und natürlich gab es lohnenswerte Ziele, die den einen oder anderen Anstieg mehr als wettmachten. Eine Alm, ein Gipfelkreuz, ein Aussichtspunkt – oder einfach eine Bank mit einem grandiosen Blick über das Tal. Der eigentliche Gewinn lag jedoch oft nicht nur am Ziel, sondern in dem, was auf dem Weg dorthin entstand: gemeinsame Erlebnisse und das Gefühl, genau im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein.

Innervillgraten zeigte sich dabei von einer besonders ursprünglichen Seite. Die Landschaft wirkt kraftvoll und zugleich ruhig, weit und offen. Sie schenkt Raum für Gedanken, und für das bewusste Wahrnehmen der Natur.

Anna